16.11.2020

Diesen Brief habe ich geschrieben

Die Namen der Empfänger habe ich ersetzt.

 

An

  • Psychaterin ZNS
  • Lebenshilfe
  • Hausarzt
  • Gesetzlicher Betreuer

Ich möchte Sie darüber informieren, wie es mir Aktuell geht.

Damit alle auf dem gleichen Stand sind, habe ich mich dazu entschieden Brief zu schreiben.

Seit langem schon habe ich keine Lust mehr am Leben. Es würde mir aber nicht in den Sinn kommen mir das Leben zu nehmen oder ähnliches.

Aber meine Gesundheit und aktuelle Erkrankungen sind mittlerweile in den Hintergrund gerückt.

Mir ist es egal ob ich am pree Diabetes oder ähnliches erkranke.

Ich fühle mich als säße ich auf einer Bank mit einer weißen Fahne (ich gebe auf) in der Hand und warte nur noch darauf das ich bei meiner Mutter bin.

Ich habe keine Freunde an nichts mehr. Weder zum Kochen noch Hobbys die ich gerne gemacht habe.

Das Einzige was mir Freude bereitet ist: Meine Katze Naomi.

Wo ich schon bei einem Problem bei mir habe: große Angst das Meine Katze nicht mehr da ist.

Überhaupt habe ich schon immer mit Verlusstängste zu tun.

Nach dem ich die Fund Kater Charly abgeben musste ist bei mir alles zusammengebrochen. Das Einzige was noch von ihm bleibt die letzte Tierarzt Rechnung von der Impfung. Die will ich auch bezahlen. Es tat mir sehr weh ihn abzugeben. Naomi scheint ihn auch zu vermissen.

Mir ist auch aufgefallen das ich auch weniger Dusche. Aber ich wasche mich am Waschbecken und Dusche gelegentlich abends.

Die Arbeit macht mir auch keine Freude mehr. Mein Chef so wie der Sozial dienst haben der Empfehlung von Heitwerth, halbe Tage zu arbeiten, nicht statt gegeben.

Grund: ich würde dann zu Hause sitzen und nur grübeln, was auch stimmt.

Stattdessen darf ich Dienstag spazieren gehen und Donnerstag nach Absprache einen besprechungsraum nutzen zum Malen und Zeichnen.

Zusätzlich hierzu kann ich nach Absprache mit meinem Chef sprechen, wenn es Probleme gibt.

Einen Psychotherapeuten zu finden ist schwierig. Egal wo ich Anrufe entweder ein AB der mir sagt keine Plätze frei oder keine Zeit.

Ich habe mich dieses Jahr auch nicht gegen Grippe impfen lassen, weil es mir egal ist.

In einer Patientenverfügung habe ich alle Lebensverlängerte Maßnahmen mit „Nein“ angekreuzt.

Wenn der Diabetes insipidus nicht so nervig wäre sowie das RLS dann würde ich keine Medikamente mehr nehmen.

Auch ist unklar wer das RLS festgestellt hat.

Immer in der Nacht bzw.am Abend werden meine Beine ganz unruhig.

Am liebsten würde ich einfach davon laufen egal wohin einfach nur weg.

Manchmal sitze ich einfach zu Hause auf dem Sofa und tue sonst nichts.

Nach der Arbeit bin ich so müde, dass ich keine Lust mehr habe zu nichts.

Wenn Wochenende ist, dann versuche ich meine Wohnung aufzuräumen mache Katzen Toilette und mache Besorgungen in der Stadt da unter der Woche kaum Möglichkeiten besteht aus Gemen weg zu kommen.

Ich fühle mich in Borken wie in einem Gefängnis. Denn wenn man mit dem Stadtbus fährt, der fährt durch die ganze Stadt, bekommt man keinen Anschluss mehr. Selbständig einen Termin wahrnehmen in der Stadt ist kaum möglich wegen der schlechten Verbindung.

Oft, und nicht nur wegen der schlechten Verkehrsverbindung, rege ich mich so auf das ich einfach über die Straße gehe, ohne nach links und rechts zu schauen.

Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich im nächsten Jahr meine Wohnung streichen will, alleine. Damit ich mich wohlfühlen kann. Hoffe ich. Ich würde gerne viel mehr in der Wohnung verändern, aber dafür ist das Geld einfach nicht wirklich da.

Was bezwecken ich durch diesen Brief?

Eigentlich nur, dass alle die mit mir zu tun wissen, wie es mir geht. Sonst nichts.

Vielen Dank

 

Christian Schmalbach